Samstag, 04. August 2007 Expressives Klangerlebnis - Gary Moore räumt im Capitol ab
Offenbach Post Online
Es braust ein einzelner Akkord wie Donnerhall durchs schon fast unerträglich warme Rund des Offenbacher Capitols: Nach einem rockigen 40-Minuten-Gig der Vorgruppe The Urge (an der Gitarre der Sohn von Sänger John "Music" Miles) ist der Meister auf die Bühne gekommen und hat nur kurz die Saiten der Les Paul angerissen. Klar, Gary Moore will es weder leiser noch kühler werden lassen und gibt von Anfang an Gas. Der Brachial-Blues "Oh Pretty Woman" macht die Ouvertüre zum zweistündigen Aufheizen eines von Beginn an bestens aufgelegten Publikums aus meist mittelalten und eingefleischten Fans. [...]
Donnerstag, 2. August 2007 The Urge - Live on Air!
Im Rahmen ihrer Deutschland-Tour wurden John Miles Jr. und Leadsänger Jonny Boyle zu einer Talkrunde bei "Radio 21 - Der neue Rocksender" eingeladen.
Live präsentierten sie von ihrem Album "Lunch at the Lady Garden" die beiden Songs "Forever and a Day" und "Revolution" als akustische Version und plauderten mit dem Moderator darüber wie es ist als Sohn einer Rock-Legende aufzuwachsen (John Miles Jr.), zusammen mit Gary Moore auf der Bühne zu stehen (Jonny Boyle) und über ihre Freundschaft zu Brian Johnson, dem Sänger von AC/DC.
Einen Zusammenschnitt der Sendung könnt Ihr Euch hier anhören oder herunterladen.
Donnerstag, 1. August 2007 Jonny Boyle rockt zusammen mit Gary Moore die Bühne
Gary Moore hört man bekanntlich bei seinen Konzerten meilenweit über die Verstärker hinaus. Im Rahmen seiner Deutschland-Tour setzte er in Stuttgart/Winterberg noch eins drauf und holte sich stimmliche Unterstützung in Form von Jonny Boyle, dem Leadsänger von The Urge, auf die Bühne.
Als Support des legendären Rockstars hatte die Band aus Newcastle vorher bereits bewiesen, dass sie überzeugenden Rock'n'Roll spielt und damit für beste Stimmung im Saal gesorgt.
Jonny befand sich bereits Backstage, als Gary Moore ihn aufforderte: "Komm mit auf die Bühne, sing was ich singe und rocke mit mir!"
Das ließ sich der Leadsänger von The Urge nicht zweimal sagen und folgte Moore, um mit ihm zusammen eine erstklassige Performance zu bieten.
Nicht nur das Publikum war von dem Auftritt der beiden begeistert: "Es war das Highlight meiner bisherigen Karriere!", so Jonny nach der Show.
Am 2. August wird The Urge wieder als Support von Gary Moore in Offenbach auf der Bühne stehen und im Oktober auch die Hallentour des Rockstars begleiten. Ab Mitte November startet die Band dann eine ausgedehnte Clubtour, die durch mehr als 20 Städte führen wird.
17. Juli 2007 Da bebt die Burg vor lauter Blues
Schwäbische Zeitung
Dienstag, 17. Juli 2007 / Nr. 162
Tuttlingen - Wahrscheinlich war das Konzert von Gary Moore gestern abend beim Honberg-Sommer noch in Stuttgart zu hören. Der Altbluesrocker hatte nicht umsonst beeindruckende Verstärkertürme mitgebracht.
Von unserem Redakteur Dieter Kleibauer "Und - wie war's gestern bei Gary Moore? " - "Jaja." "Ich meine, wie war's denn so?" - "Soso." - "Wie es gestern abend WAR?!" - "Ich versteh' dich nicht - der Moore war so laut."
Stimmt. Gary Moores Roadies sind nicht zu beneiden - sie müssen deutlich mehr als bei anderen Bands schleppen. Marshall-Verstärker zum Beispiel, dicke Kisten, die einen Lärm erzeugen können, der laut der deutschen Lärmschutz-Verordnung bestimmt nicht zugelassen ist. Aber das hier ist schließlich Rock'n'Roll. Wer wollte, konnte sich Ohrenstöpsel in die Gehörgänge stopfen. Aber so eine Gitarre, die soll sich schließlich in die Ohren einfräsen, der Bass auf direktem Wege in der Unterleib fahren.
Der Ire Gary Moore ist auf eine sehr eigene Art und Weise old fashioned - sogar eine gute, alte Orgel steht auf der Bühne, nicht so ein neumodisches Keyboard. Doch beherrschend ist natürlich Moores mal wieselflinke und hendrixige, mal schleppende und schwere Gitarre. Das alte Narbengesicht hat immer noch eine der schnellsten Hände im Westen - aber wenn er eine dieser finsteren Balladen anstimmt und von den üblichen "troubles" singt, dann ist das schwärzester Blues wie aus dem tiefsten Süden der USA. Und vielleicht, drängt sich der Eindruck auf, sind diese Moritaten sogar das stärkste Element der Show. Da quält sich einer mit seiner Gitarre ab, als sei er schon längst der Hölle versprochen.
Das Terrain für Moore hatten, wie schon vor den Hooters, The Urge bereitet, die aus dem Land kommen, in denen der Rock'n'Roll aus Schweiß, Tattoos und ehrlicher, harter Arbeit besteht. Das Quartett um John Miles jr. stapelte ein Gitarrenbrett aufs andere und machte Druckdruckdruck - dass John Miles der Sohn des John Miles ist, der mal in einem früheren Zeitalter "Music (Was My First Love)" gesungen hat, merkt man nicht unbedingt, auch wenn er mal einen Riff aus dem größten Hit seines Vaters einstreut - aber textlich stimmte die Botschaft des alten Herrn allemal.
16. Juli 2007 Alte Rockklänge "hupen" über den Berg
Gränzbote / Heuberger Bote / Trossinger Zeitung
Montag, 16. Juli 2007 / Nr. 161
Tuttlingen - Sie sind wieder hier, in ihrem Revier: "The Hooters " haben am Samstagabend zum dritten Mal auf dem Honberg-Sommer gespielt. Laute Klänge einer Trossinger Hohner-Harmonika eröffneten das Konzert der "Hupen", wie die Übersetzung ihres Namens lautet. Und wie könnte es anders sein, das Zelt war ausverkauft.
Von unserem Mitarbeiter Benjamin Haas "Die Hupen" - der Bandname der legendären US-Band soll der Spitzname für die Trossinger Hohner-Harmonika sein, aus der die ersten Töne des Konzertes erklangen - oder hupten.
Der Bezug zum Landkreis Tuttlingen kommt also nicht von ungefähr. "Die Mütter sind nicht älter geworden und die Töchter sehen jünger aus", sagte Eric Bazilian vor dem Konzert im Interview auf der Aktionsbühne im Biergarten. Sie selbst sehen zwar älter aus als bei ihrer Gründung im Jahr 1980, die Energie war jedoch jung und frisch wie in den Glanzzeiten der frühen 90er. Eingängiger Rock mit Hymnen-Charakter, Ska-Rhythmen beim einen oder anderen Lied und hitzige Gitarrensoli sind ihre Markenzeichen. Und mit diesen bringen "The Hooters" ihre Fans ins Schwelgen, Klatschen und Feiern.
Spätestens nach dem vierten Lied "Day by Day" aus dem Jahr 1986 war die Stimmung richtig angeheizt. "Die nicht so guten Lieder spielen wir einfach gar nicht mehr ", sagte Frontmann Bazilian. "Johnny B " ist zurück Und so wurde ihr Gastspiel ein Feuerwerk aus Chart-Erfolgen und anderen Hits. "500 Miles", "Twenty Five Hours A Day" und der weltbekannte Erfolg "Johnny B" waren natürlich mit im Programm. Seit 2001 sind "The Hooters" wieder vereint. Angespornt von einer erfolgreichen Tour durch 17 deutsche Städte, setzen sie seither die Band-Geschichte fort. 1995 hatte sich die Band getrennt, als ihr Erfolg in den USA schon erheblich nachließ, jedoch der Zuspruch in Europa ständig wuchs.
Bereits die Vorband war ein prominenter Höhepunkt. Der Sohn des legendären Blues-Stars John Miles versetzte mit seiner Band "The Urge" das Publikum zu Beginn des warmen Sommerabends in gute, alte Rock-Zeiten. "Wenn du die Vergangenheit nicht kennst, kannst du die Zukunft nicht rocken", ist das Motto der Gruppe aus Newcastle. Schon ihr erstes Lied brachte Schwung unter die Zeltplane.
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